Ich finde das im Grunde in Ordnung. Die Abinote spiegelt ja trotzdem die in der Abiprüfung erbrachte Leistung wieder. Und wenn er der Meinung ist, er hätte mit besserer Vorbereitung eine bessere Leistung erzielen können, steht ihm das ja anscheinend offen:
Rechtlich wäre deshalb höchstens eine Wiederholung der Abiturprüfung denkbar.
Steht so im Artikel. Einfach Bonuspunkte für die Abiprüfung einzuklagen würde die ohnehin schon fragwürdige Aussagekraft der Abinote nur noch weiter reduzieren.
Ich seh das leicht anders: Wenn der Staat seiner Verpflichtung zu Unterricht nicht nachkommt und über 400 Stunden ausfallen, dann kann er halt am Ende nicht eine zentrale Prüfung setzen, in der Schüler mit und ohne Unterrichtsausfall das gleiche wissen müssen.
Schon ein Stinkefinger: Da kommt der Staat nicht seiner Verpflichtung nach, die Schüler so zu unterrichten (bzw. überhaupt zu unterrichten), dass sie das vom gleichen Staat gestellte Zentralabitur vernünftig bewältigen können, um dann z.B. die vom gleichen Staat festgelegten Zugangshürden zu bestimmten Studiengängen zu schaffen. Als Ergebnis bekommt man dann ein unfreundliches "Fick dich" und darf dann zur Bundeswehr. Aber bitte jetzt nicht in der Innenstadt randalieren aus Frust.
Gut, Tagesschau eh selten eine gute Quelle für juristische Aufarbeitungen, aber der Nebensatz, dass ja die Prüfungsleistung quasi nicht betroffen war, klingt erst mal merkwürdig.
Ist es denn nicht mehr so, dass die Halbjahresnoten Teil der Prüfungsleistung sind? Weil, wenn da Noten aus den massiv ausgefallenen Fächern gewertet wurden, wäre die Argumentation des Gerichts ja äußerst fragwürdig - dann wäre das ja eben "nicht nur" ein Verfahrensfehler.
Heißt ja auch SchulPFLICHT nicht schulRECHT /s
Die Lösung wäre so einfach wie auch politisch schwierig: Reduziert den Beamten (in dem Falle, den verbeamteten Lehrerinnen) ihre Privilegien und ahndet Fehlverhalten von Beamten endlich.
Was hat dieser Kommentar mit dem Artikel zu tun? Es ist doch nirgendwo die Rede von Fehlverhalten gewesen.
Häh, was ist daran nicht zu verstehen? Wir haben jetzt schon zu wenig Beamte, sodass Unterricht so stark ausfällt, dass es die Lernleistung der Schüler negativ beeinflusst. Wenn wir jetzt die positiven Aspekte noch weiter einschränken, dann werden es auf magische Art und Weise mehr Beamte... der normale Gedankengang eines CDU Wählers
Zu viele Unterrichtsstunden fallen aus -> nicht genug Vertretungslehrer -> zu dünnen Personaldecke? -> Nein, genug Planstellen, aber zu viele Lehrerinnen machen Halbtags -> Halbtagsstelle blockiert eine Vollzeitplanstelle -> Beamte bekommen viele Sonderzuschläge wie Kinderzuschlag, Familienzuschlag, etc -> Finanziell muss gar nicht Vollzeit gearbeitet werden -> pro Kind 3 Jahre Halbzeitstelle möglich -> zu viele Unterrichtsstunden fallen aus
Schau dir die Statistiken an. Unpopuläre, unbequeme Tatsache und einer der Hauptgründe für die ~~Unterrichtsausfälle~~ dünne faktische Personaldecke
Ja absolut und anstatt die Stellen aufzustocken oder die Regelung zu ändern, dass Teilzeitstellen als Vollzeitstellen zählen (was ich ehrlich gesagt bezweifel), bist du dafür, es den Leuten schlechter gehen zu lassen.
Du verkörpert das Gemein in Gemeinschaft, nicht wahr?
Zumal mir die Lehrer im Freundeskreis auch nicht wirklich tolle Geschichten erzählen. Bei den Eltern von heute musst du schon aus Selbstschutz darauf achten, nicht zu viel mit denen in Kontakt zu kommen. Wenn die Anreize Lehrer zu werden schlechter werden, werden nicht mehr arbeiten, sondern sich mehr woanders nen Job suchen.
dass Teilzeitstellen als Vollzeitstellen zählen (was ich ehrlich gesagt bezweifel)
Dann recherchiere das doch mal, wie das mit so einer Arbeitsstellenplanung läuft. Auch vor dem Hintergrund, dass Arbeitnehmer dann wieder zurück kommen (wie angekündigt) oder plötzlich verlängern (zb 2tes Kind Ketten-Kinderzeit)
Den Leuten schlechter gehen zu lassen? Wo lebst du eigentlich?
Wir schrauben gerade alle unseren Lebensstandard runter, weil alles teurer wird und zusätzlich die Steuerbelastung rauf geht.
Oh, ich vergaß, alle ausser bei Beamten. Die zahlen keine Einkommenssteuer, sind in der PKV und bekommen die vom Staat bezahlt, naja und Rentenkürzung kennen die auch nur ausm TV.
Ich zahle Steuern, wahrlich überdurchschnittlich viel, und bei meinen Kindern fallen auch regelmäßig Unterrichtsstunden aus. In einem Fach hat ein Kind deshalb komplett den Anschluss verloren, weil EIN JAHR lang der Unterricht ausfiel. Ach, die Vokabeln und Grammatik wurden dann im nächsten Jahr für die Fremdsprache aber vorausgesetzt. 5 Kinder sind deswegen nicht versetzt worden.
Ich habe zu viele Lehrer in meiner Familie- und Bekanntenkreis und bekomme da leider zu viel mit. Da herrscht ein Anspruch gegenüber „dem Dienstherrn“ das kann man doch nicht vorstellen. Sind ja unkündbar die lieben und Konsequenzen sind kaum tu fürchten. Wer zahlt die Zeche des Privilegienanspruchs? Die Kindergemeinschaft.
Aber man kann das auch alles so hinnehmen, Kinder egal sein und sich keine eigenen Gedanken machen (Statistiken im Netz). Du verkörperst sicher den dankbaren Mitläufer in der Gemeinschaft.
Aber man kann das auch alles so hinnehmen, Kinder egal sein und sich keine eigenen Gedanken machen
Da würde mich jetzt interessieren, wie du darauf kommst aus meinen Kommentaren. Welcher Teil davon hat dich dazu gebracht zu denken ich wäre dafür, den Status Quo beizubehalten?
