In den "Grundsätzen und Leitlinien für politische Interessenvertretung" von Audi heißt es: "Unsere Mitarbeitenden achten außerdem auf Neutralität im Umgang mit Parteien und Interessengruppen und pflegen den Kontakt zu demokratischen Parteien. Um diesen Grundsatz zu respektieren, werden in den drei letzten Monaten vor Wahlen keine öffentlich wirksamen Termine mit zur Wahl stehenden Parteien/Politiker und keine Sponsorings von entsprechenden Veranstaltungen mehr durchgeführt."
Da gibts doch jetzt dann sicher Konsequenzen. Also, neue Konzernregeln.
So wie Dobrindt die Gesetze anpassen will, damit Vergesellschaftungen schwerer möglich sind?
Vorstellungsgespräch bei Audi
"OK, wissen Sie, was 'integeres Vehalten' bedeutet?"
"Ich verhalte mich stets wie meine Führungskräfte, oder so ähnlich?"
"Nein. Äh. Ja. Nein. Fuck. Fuck. Fuck. Fuck."
Hätte Donnie ihn ins Oval Office eingeladen => Formal sicher ok (der Präsident lädt in seinen Amtssitz ein und würde das NaTüRlIcH nIe für seine selbstbeweihräucherung und Wahlkampf ausnutzen).
So war er explizit auf einer Wahlkampf-Veranstaltung => sicherlich offensichtlich nicht ok.
Aber Leute im oberen volkswagen-Management wissen ja, dass es für sie keine Konsequenzen gibt (Rupert Stadler verlässt nur noch schnell den Chat).
Witziger Nebeneffekt: Ein größerer Teil von VW gehört dem rot-grün regierten Niedersachsen. Ein weiterer Teil gehört Katar. Als Grüne in Niedersachsen darf man sich fragen, warum ein Angesteller einer so-halb Staatsfirma dann Wahlkampf für Trump macht. Und als Amerikaner darf man sich fragen, warum Deutschland und Katar dann so offensiv im US-Wahlkampf agieren dürfen
Mit den ganzen Drohungen, die Trump wegen angeblicher Wahlmanipulation gegen Kanada et al ausgesprochen hat, kann man doch jetzt erwarten, dass Audi gründlich sanktioniert wird. Ach was red ich da, das galt doch von vornherein nur für Unterstützer der Dems.
"Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie - und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe"
Audi will Werk in den USA bauen
Ich persönliche hoffe ja dass deren eigene Satzung sich gegen moralfreien Kapitalismus durchsetzt. Ach ne, ist ja jetzt zu spät. Das ist einfach nur Trumpismus, Herr Döllner!
Merke: man kann Kapitalismus auch innerhalb ethischer Grenzen betreiben.
Die Kapitalisten, die ethisch arbeiten, werden von denen, die ihre Leute ausbeuten immer ausgelöscht werden.
Und wenn man gesetzlich Grenzen setzen würde, dann gewinnen halt die, die am besten um das Gesetz herumtänzeln
Merke: man kann Kapitalismus auch innerhalb ethischer Grenzen betreiben.
Und ein Bauernhof in meiner Nähe beutet ethisch Tiere aus und züchtet Einhörner
man kann Kapitalismus auch innerhalb ethischer Grenzen betreiben.
Sieht man ja überall.
