Die Älteren werden sich erinnern : Früher bekam man immer noch halbwegs anständige Fehlermeldungen, wenn etwas nicht klappte.

Irgendein Progemam stürzt ab: "Runtime error XY0815.DLL"

Zwar kryptisch, aber das konnte man googeln und oft eine gepatchte .DLL finden und dann ging es plötzlich.

Heute: "Windows hat ein Problem festgestellt."

JA, UND WAS FÜR EIN PROBLEM DU BLÖDER BLECHKASTEN???

Und so steht man da und ist so schlau als wie zuvor.

Letztens stand ich mit meinem Auto an der Ladesäule: "Verbindungsfehler". Vielen Dank auch! Hättest du mir gesagt, dass der Kontaktwiderstand zu hoch ist, wäre ich vll. deutlich früher darauf gekommen, dass da Dreck in der Dose ist, aber was weiß ich schon. WAR SICHER AM BESTEN DAS FÜR SICH ZU BEHALTEN. WIE EINE MINISCHNITZELJAGD.

Was ist dieses "Windows" genau? Kennt das sonst noch jemand hier?

der nutzer ist dumm und könnte von komplizierter sprache verunsichert werden.

-- mfg, ihr manager.

(/s)

Das /s brauchst du wahrscheinlich nicht

Als jemand der bei einem Fahrzeughersteller arbeitet… Ich würde dir verdammt gerne den genauen Fehler „Drucksensor links Kurzschluss zu Masse“ im kombiinstrument anzeigen lassen. Aber das ist nicht gewünscht weil es angeblich die Fahrer verwirrt. Stattdessen steht dann da „Servolenkung verändertes Verhalten. Werkstatt aufsuchen“

Tjo. Find ich auch scheiße. Aber immerhin bekommt man bei unseren Fahrzeugen noch im onboard Service Menü den Fehlercode angezeigt und findet öffentlich auf der Webseite eine Bezeichnung des Fehlers in allen Sprachen der Welt.

So lange es irgendwo einen hacky Zugang zu den Infos gibt, ist das fine. Aber wenn nicht - VAG hat VCDS. Aber Stellantis? Tja. Werkstatt.

Da der ein oder andere Fahrzeughersteller ja gerade leichte Absatzprobleme hat:

Ein Auto bei dem direkt ein Etzold (für die jüngeren : das waren reparaturableitungen) beiliegt, würde sich verkaufen wie geschnitten Brot!

Etzold kann man mittlerweile auch durch YouTube ganz gut ersetzen. Wichtiger wäre mir dass ein Diagnosekabel direkt beiliegt. Oder noch besser: dass das Onboard Infotainment ein Diagnosemenü hat. Gibt es irgendeinen Grund (außer Raffgier) der dagegen spricht?

YouTube ist besser als nichts, aber erstmal 5 videos angucken müssen, das sinnlose gelaber überspringen, dass sie nur machen damit die monetarisierung läuft, und dann die Unterschiede rausfinden, weil jeder Arbeitsschritte hat die sie nicht ganz genau zeigen...

Da war der Etzold schon verlässlicher.

Jein, dafür finde ich sieht man im Video deutlich mehr Details und die genauen Handgriffe usw. als beim Etzold nur die Schemata und Explosionszeichnungen mit ein paar Bullets. An Stellen wo es kniffelig ist ist das Video als Medium schon überlegen mMn. Das Gelaber und den Sponsorblock muss man halt vorspulen, das stimmt.

Aber das ist nicht gewünscht weil es ~~angeblich die Fahrer verwirrt~~ die Fahrer mündig machen würde, aber sie sollen dumm bleiben und Geld in der Werkstatt lassen.

Habe es für dich korrigiert

Ich sollte vielleicht ergänzen dass die Fahrer dieser Fahrzeuge nicht die Besitzer sind. Und zwar weil es Busse (im Sinne von Stadt und Reisebussen) sind. Die Kunden (also die Verkehrsbetriebe) wünschen sich explizit weniger Meldungen im Fahrerdisplay (nicht unbedingt weniger Probleme, nur weniger Meldungen..)

Das klingt halt genauso blöd wie die Begründung eines Ladens dafür, dass dort nur spiegelnde Laptops verkauft wurden: "Will der Kunde so, andere werden nicht hergestellt." Ich kenne heute immer noch niemanden, der das toll findet. Dafür habe ich aber irgendwann wieder nicht-spiegelnde Laptops gefunden.

Als jemand im Gebiet, der u.a. Fehlermeldungen schreibt: Sind wahrscheinlich zu teuer / aufwändig.

Es ist jedes Mal unglaublich wie viel Zeit ich aufwende, um eine gute, für einen Laien verständliche, Fehlermeldung zu verfassen. Eine gute Meldung bedeutet nicht nur zu erklären, was passiert ist, sondern wichtiger, was nun zu tun ist, um das Problem zu beseitigen.

Das hat zur Folge, dass man die eigene Programmlogik zum Teil komplett umkrempeln muss, um die Fehler sinnvoll wieder aus den Tiefen des Programmcodes wieder hochzubringen.

Ein neues Feature habe ich persönlich relativ schnell fertig, aber die ganze Fehlerbehandlung kostet mich mindestens genauso viel Zeit.

Mittlerweile werde ich dadurch motiviert, dass ich somit vermeide, dass Kollegen bei jedem Problem zu mir angedackelt kommen.

Ehrenmann

"Wenn das Problem weiterhin auftritt wenden die sich an ihren Administrator."

Junge, das ist mein Rechner, ich bin der Administrator.

Und was sagt der Admin?

Dass du ein Ticket aufmachen sollst

Heute: “Windows hat ein Problem festgestellt.”

Ich habe irgendwann festgestellt: Windows war das Problem.
(scnr)

Hast du "nach Lösungen suchen" angeklickt?

/s

Schulligung. Mein Fehler.

Ich kann dir da nur so sehr zustimmen. Eine Fehlermeldung zeigt einem kundigen User an, wo das Problem liegen könnte. Das hilft ungemein und so quatschiger Quatsch wie "Es ist ein Fehler aufgetreten" hilft keinem. Es entmündigt User und man kann auch wirklich nicht überall auf die Idioten Rücksicht nehmen, die bei einer leicht kryptischen Fehlermeldung Panik kriegen.

Heute: “Windows hat ein Problem festgestellt.”
WAS FÜR EIN PROBLEM DU BLÖDER BLECHKASTEN???

Der arme Kasten kann nichts dafür, dass du ihn mit Winzigweich Müll vollstopfst...

Du beschwerst dich ja auch nicht, dass deine glänzende neue Mülltonne schon nach einer Woche Befüllen nach Müll stinkt.

Falsch verstandene Benutzerfreundlichkeit. Man will nämlich nicht dass die benutzer Angst bekommen wenn sie irgendetwas anderes als eine Version von "Keine Panik, ich (der Computer) bin immer noch der Boss hier!" vor die Nase gesetzt bekommen.

Sinnvolle, weiterhelfende Fehlermeldungen hießen nämlich dass man dem Endbenutzer Verantwortlichkeit und noch so einiges mehr zutraute.

Persönlich finde ich ja dass man das auch mit so einem Spoiler hätte regeln können:

::: spoiler Für Administratoren
gobbledigook
gobbledigook
gobbledigook
:::

Aber die Betriebssystemspsychologen haben wahrscheinlich gesagt dass das immer noch eine Restgefahr der Benutzerverwirrung in sich trägt.

Sieht man auf Linux übrigens auch immer öfter, aber da weiß ich spagettimonsterseidank wo man die "richtigen" Fehlermeldungen findet. Ob das auf Windoof auch so ist?

WAR SICHER AM BESTEN DAS FÜR SICH ZU BEHALTEN. WIE EINE MINISCHNITZELJAGD.

Ja weil dann würde ja die dummen Kundys darauf kommen, dass man den Fehler selbstständig beheben könne... das geht nicht weil Geistiger Eigentum!!!11111

Schlimmer noch... sie würden 'ne Ahung haben, wie leicht der Fehler zu beheben wäre, und gleichzeitig sehen, dass es trotzdem nicht passiert.

das Problem waren die 1, 2 Tausend andere Nutzer, die wegen des spezifischen Fehlers die Supportnummer angerufen haben, nachdem sie die spezifische Fehlermeldung gelesen und nicht verstanden haben. diese erhöhte Anzahl an Aufkommen zu einer spezifischen Fehlermeldung ist dann auch jemandem im Management aufgefallen und und man hat dem (die Ladesäule betreibenden) Kunden versprochen, mit der neuen Iteration der Ladesäule die Top3 der häufigen Fehlermeldungen beseitigt zu haben. Jetzt rufen die Leute nicht mehr an, weil sie schon frustriert vorher aufgeben und zu einer anderen Ladesäule gehen oder lösen das Problem selbst, was natürlich Supportkosten spart. Der Kunde ist zufrieden und ein Manager kauft sich nen extra Porsche vom gesparrten Supportaufwand. Du siehst also, alle gewinnen /s

Du musst bei Windows halt in den Event Viewer gucken. Ich habe zwar auch lieber ein Verzeichnis mit Logdateien wie bei Linux, aber prinzipiell gibt einem auch Windows Informationen wenn man weiß wo man suchen muss. Du kannst sogar bei einem iPhone in die Logs schauen, wenn du weißt wie.

Nur wenn die Anwendung Logeinträge schreibt. Das ist leider nicht immer der Fall.

Erleuchtet uns

Wie's beim iPhone geht? Ist typisch Apple richtig dumm gelöst und nicht für den typischen Nutzer gedacht, aber du kannst das iPhone per USB an einen Mac anschließen und dann in der "Console" App auf dem Mac auch die Logs von dem iPhone sehen.

Und ohne Mac bin ich aufgeschmissen?

Ich weiß nicht, ob es inoffizielle Wege von Drittanbietern gibt, aber aus Sicht von Apple: ja.

Prinzipiell schon richtig. Nur wird man festgestellt haben dass es dem normalen User Nichts bringt ihn mit Details zu behelligen und diejenigen die das Problem selbst beheben könnten sind in der Lage in Logs oder "Ereignismanager" zu schauen.

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