Hat er such gesagt, von was junge Leute was sparen sollen? Seine Partei ist ja seit Jahrzehnten fleißig dabei, das Geld von unten nach oben zu verteilen. Für junge Leute / Berufsanfänger / normale arbeitende Menschen bleibt da kaum genug, um über die Runden zu kommen. Geschweige denn noch was auf die hohe Kante zu legen.
Ich habe vorhin schon kommentiert und dann ein wenig sacken lassen, aber das macht mich so sauer, dass ich noch mal ran muss.
- Was meint der denn, wie dumm seine Bürger sind? Wenn es nur 50€ wären, dann hätte man das doch schon längst gemacht.
- Wenn es nur 50€ wären, wären alle sofort bereit das vor Steuern vom Gehalt zu bezahlen... oh wait.
- "Man muss nur mit kleinen Beträgen früh genug anfangen und darf es nie unterbrechen", was denkt der denn woran geknapst wird/welche Ersparnisse zuerst geplündert werden, wenn kein Essen auf dem Tisch ist, das Kind schiefe Zähne oder nichts anzuziehen hat.
- Wenn er selber meint man müsse privat sparen, warum wird Leuten in der Grundsicherung das abgesprochen. Weil man jetzt kein Geld hat darf man auch zukünftig nicht genug Geld haben? ...
Das ist alles auf so vielen Ebenen falsch und der Umstand dass noch niemand deswegen auf der Straße laut ist läßt mich echt verzweifeln.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen früh genug beginnen, für ihr Alter auch zu sparen
-
Sparen kann nur, wer nach Steuern, Sozialabgaben (u.a. für Rente), Miete und sonstigen Lebenshaltungskosten noch verfügbares Einkommen über hat.
-
Sparen entzieht dem wirtschaftlichen Kreislauf Geld. Es verringert den Konsum, damit die Binnennachfrage und ist eher schlecht für die Wirtschaft und kostet am Ende auch Arbeitsplätze.
Ob das Rentensystem wie jetzt über Umlagen funktioniert oder auf privater Vorsorge aufbaut, man muss dafür sorgen, dass die Leute Arbeit haben und ordentliche Reallöhne dabei rum kommen. Also das Gegenteil der letzten 40 Jahre konservativer Politik.
Ashboslut. Ich glaube, das wird oft vergessen. Wenn alle /r/finanzen machen würden, dann sähe es wirtschaftlich in Deutschland recht schnell sehr dunkel aus.
Und was mir absolut fehlt: Angenommen man möchte es einfacher machen, privat vorzusorgen, wie sieht dann der Übergang von reiner geseztlicher Vorsorge zu einer geteilten (oder was auch immer) Vorsorge aus? Wenn wir mehr privat vorsorgen müssen, aber gleichzeitig auf dem aktuellem Niveau eine immer größer werdende Menge an Rentern über die geseztliche Rente tragen müssen, dann wird die Binnennachfrage doch doppelt belastet? Oder steigen dann die Löhne aus dem Nichts 8).
Ich halte die Aussage "sollen früh damit beginnen fürs Alter zu sparen" auch nicht für die einzig wahre Weisheit.
Es ist auch richtig, dass man auch das nötige Einkommen benötigt um nach Steueren, Sozialabgaben und Kosten für Grundbedürftnisse etwas sparen zu können.
Sparen muss dem Wirtschaftskreislauf jedoch nicht zwingend das Geld entziehen. Es muss nur investiert werden. Eine Investition leider auch zu tragendes Risiko. Sofern man den Betrag nicht in bar unter der Matratze parkt, gefährdet es auch keine Arbeitsplätze.
Größere Probleme sehe ich beim Schutz der Rücklagen bei Schicksalsschlägen. Dann schmelzen diese Rücklagen schnell weg.
Im Artikel steht eine dynamisches Renteneintrittsalter über Beitragsjahre. Das ist doch schon mal ein Anfang für eine Mini-Rentenreform. Einwenig Inflation ohne Ausgleichserhöhung bei Pensionen und Renten wird bestehende Rentner an den Kosten beteiligen. Aus der Umlage komplett Aussteigen, wird nicht funktionieren und wäre über das gesamte Land hinweg auch nicht gerecht.
Sparen muss dem Wirtschaftskreislauf jedoch nicht zwingend das Geld entziehen. Es muss nur investiert werden.
Stimmt theoretisch, praktisch ist das so ziemlich nie der Fall.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, hat zB der Aktienmarkt so gut wie nichts mit Investitionen zu tun.
Wenn eine Firma nicht zufällig gerade eine Eigenkapitalerhöhung macht, sieht sie von dem Geld, das in Aktien(fonds) gesteckt wird, keinen Cent.
Auch Bankkredite werden nicht aus den Einlagen der Kunden finanziert, sondern aus Geldschöpfung per Gegenbuchung bei der EZB.
Direktkredite an Unternehmen oder Aktienkäufe bei Kapitalerhöhungen wären Möglichkeiten tatsächlich Investitionen zu finanzieren aber ich bezweifle, dass hier der Markt groß genug ist, dass ganze Generationen damit für ihre Rente sparen können.
Außerdem, wenn es zu wenig Konsum/ Nachfrage gibt, dann bauen Unternehmen Kapazitäten ab statt zu investieren, was die verfügbaren Investitionsmöglichkeiten noch weiter schrumpfen lässt.
Und deshalb hauen wir bei der Grundsicherung die Karenzzeit wech, reduzieren das Schonvermögen und greifen in Sparpläne und ETFs. Schlüssig!
Das macht schon Sinn. Du sollst ja arbeiten und nicht harzen. So ist dann der antrieb viel höher schnell wieder unter Arbeit zu kommen. Sonst bist du halt im Alter gefickt.
Edit: Der Union ist egal warum du nicht arbeitet. Hauptsache jeden in die Pfanne hauen der nicht arbeitet. Arbeit muss sich ja lohnen und so.
Am besten schön für einen Konzern der über Umwege unserer Wirtschaftspartei sagt, was sie machen sollen mit gelben und linken scheinen.
Hat auch den Vorteil, wenn du gezwungen bist sofort wieder zu malochen, das du potentiell zu weniger Geld kommst. Freuen die sich gleich doppelt Bleibt mehr für die hängen.
Du begreifst schon, dass Du und ich vermutlich einen Schicksalsschlag näher an der Grundsicherung dran sind, als daran im Privatjet zu fliegen, oder?
Wenn dann das für die Rente/Eigenheim Erspartes so schnell abgeführstückt wird, dass Du nicht mal Blackrock sagen kannst, nur weil Du es nicht in windige Versicherungen gepackt hast, weißt Du was Phase ist.
Ja, ich weiß. Und sobald du nicht mehr arbeitet bist du halt für die Union nur noch ne Kostenstelle. Du verdienst kein Geld mehr das ihnen über umwege über lobby arbeit gegeben wird. Heißt du bist nichts wert. Die Union hast Leute die nicht arbeiten, egal aus welchem Grund. Heißt sie scheißen auf dich. Daher sind diese Gesetzte aus dieser Sicht doch schlüssig.
Du begreifst schon, dass Du und ich vermutlich einen Schicksalsschlag näher an der Grundsicherung dran sind, als daran im Privatjet zu fliegen, oder
Mit einer passenden Auslandskrankenversicherung ist ein Flug leicht machbar.
Merz ist ein Pimmel. Der kann sich aber echt sowas ins Knie ficken.
Zum Glück hast du die 1 ausgeschrieben, sonst hättest du jetzt die Polizei vor der Tür.
Bleib ein wenig gemäßigt in deinen Ausdrücken.
Leck Eier, Merz.
Das reicht bei weitem nicht. Er sagt das so, dass es letztendlich einfach nur eine große Verarsche ist.
Was übersehen wird ist: Die jungen müssen die alten immer durchfüttern, egal wie du das organisierst. Einfach weil die Alten natürlich nicht mehr arbeiten.
Das gesparte Geld im Alter ("50 Euro im Monat") ist dann nur ein Maß für den eigenen Anteil am Kuchen der in 50 Jahre von den jungen, und nur von ihnen, produziert wird. Geld kannst du bekanntlich nicht fressen. Die umlagefinanzierte Rente ist am Ende einfach das kostengünstigere System.
Mit 50 Euro im Monat ist seiner Rechnung nach eine sechsstellige Altersversorgung drin.
So, so, die ist dann also möglich. Lass mal gucken: 50 Euro * 12 Monate * 45 Jahre = 27.000 Euro. Klar bekommt man die verzinst aber im ersten Monat halt nur die 50 Euro. Sagen wie er hat recht. Dann hast du am Ende Deine 100.000. Wenn du da jeden Monat was raus nimmst, bist du Mitte 70 pleite ... und das Heutzutage!
100.000 in 45 Jahren bei Inflation und völliger Unsicherheit was überhaupt in Zukunft passiert. Wie viel sins 100.000 in 50 Jahren noch wert? Und auf die Erträge im Alter musst du dann natürlich auch noch Steuern zahlen. Und werde ja nicht krank oder arbeitslos. Super Idee. Der verarscht die Menschen nach Strich und Faden.
Wenn du da jeden Monat was raus nimmst, bist du Mitte 70 pleite
Du sollst ja auch mit Mitte 70 noch arbeiten.
Was übersehen wird ist: Die jungen müssen die alten immer durchfüttern,
Maß für den eigenen Anteil am Kuchen
Die Vision war ja, bei sinkender Bevölkerung, den schrumpfenden Kuchen durch grosse andere Profite, also aus dem Ausland, auszugleichen. Es ging also darum, den Kuchen durch Neokolonialismus zu erhalten.
Dass die nächste Generation brauner Menschen freiwillig für alte weisse Menschen arbeitet, muss wohl so einleuchtend sein, dass niemand bis jetzt unser Rentensystem glaubhaft öffentlich in Frage stellen konnte.
Anzeige ist raus.
Komplett Banane, dass der oberste Kommentar von einem Mod entfernt wurde…
"Mit Work-Life-Balance und einer Vier-Tage-Woche werden wir unseren Wohlstand nicht erhalten."
Aha. Was ist denn "Wohlstand"?
Das dicke (E-)Auto in der Garage haben und vor lauter Arbeit steht das Auto die ganze Zeit dumm rum? Dem Chef die zweite Motorjacht kaufen? Oder ist Wohlstand nicht auch, Zeit für Familie, Hobbies und die nötige Kontemplation zu haben?
Was für ein widerlicher...
Naja, wir werden seinen Wohlstand nicht erhalten, das wollte er wohl sagen.
Leck Eier, Merz!
Pass bloß auf dass dein Kommentar nicht gelöscht wird. 🤡
Vier Tage Woche IST Wohlstand. Da haben seine Auftragsgeber aber nix von.
Er meint den Wohlstand der Epstein-Klasse.
Auszerdem ist es gefährlich wenn der Pöbel zu viel Zeit zum Nachdenken hat.
Ein endloses Anhäufen, Weiterfressen, das Beste, nie genug. Es ist eine recht geisteskranke und zerstörerische Ideologie, die auch wir in uns tragen, wenn auch mit weniger Ressourcen und Möglichkeiten. Neues Handy, alle drei Tage Amazon, mampf mampf. Ich bin da ganz bei Harald Welzer: Wir müssen ganz dringend lernen, wie man aufhört. Nein Danke ist eine mächtige und friedliche Waffe gegen die Gier, die tief in uns Individuen und auch in unserer Gesellschaft steckt.
Und wo soll ich die 50€ her nehmen? Soll ich jeden Monat für 50€ Sachen im Supermarkt klauen um mir dann das dadurch gesparte Geld auf die Seite zu legen?
Na siehste, Armut macht kreativ. Klau direkt für 60€, dann kannste es dir im Alter richtig gut gehen lassen 😎
CDU Mic-Drop oder so.
Von deiner Grundsicherungsgeldkarte abbuchen.
Kriege ich nicht. Müsste dafür mehr arbeiten, was aber nicht gerade förderlich fürs Studium ist.
Übersetzt: fickt euch, Jugend, nicht mein Problem.
Sparen ist das falsche Wort, hör doch mal auf mit der Scheiße, liebe CDU. Warum seid ihr so beschissen in der Kommunikation? Oder soll ich wirklich wieder ein Sparbuch aufmachen? Ich lege mein Geld an für meine Altersvorsorge, ich "spare" es nicht.
Betriebliche Altersvorsorge an die zahlende Person koppeln, nicht den Betrieb, dass man beim Jobwechsel nicht mehr genötigt oder ge-gaslighted wird, zu wechseln, damit man dann am Ende seines Berufslebens 10 verschiedene Dinger aufgemacht hat, weil es einem super schwer gemacht wird von den AGs. Ordentliche Freibeträge als Anreize. Aufhören, den Rentnern immer noch mehr Geld draufzuschmeißen.
Und der Oberhammer: Geld abgreifen, wo es schon zu viel davon gibt, und das einsetzen.
Absolutes Kommunikationsdesaster.
CDU: Junge Menschen sollten fürs Alter sparen
auch CDU: Freibetrag für Grundsicherung auf 10.000 Euro reduzieren
So viel zum Generationenvertrag.
Woah. Danke für diesen besonderen Tipp! Da wären wir nie drauf gekommen, wenn man jetzt sparrt hat man später das gesparte zur Verfügung!
Man ignoriert dann einfach gekonnt die Inflation oder gar die Unmöglichkeit des Sparens für sehr sehr viele arme Haushalte.
Der soll lieber seine Eier abgeben, es hat sich ausgelutscht!
Man ignoriert vor allem die 50 Jahre, die dazwischen liegen. Kriege, Katastrophen, Geldentwertung... Dieses "seht selbst wo ihr bleibt" ist einfach nur dem grundgesetzlich verankerten Sozialstaat ins Gesicht gespuckt. Aber ich habe auch nichts anderes vom diesem Typen erwartet
Und wehe du wirst kurz vor der Rente mal längere Zeit arbeitslos, dann musst du dein ersparrtes schön auf (aktuell) 20.000€ reduzieren, bevor der Staat auch nur einen Cent rausgibt.
Was für arme Haushalte? Ich sehe nur faule Haushalte. Wer essen will, muss etwas leisten. Also Ärmel hoch, Rambozambo und Doppelwumms! Das Geld liegt auf der Straße! Man muss es nur hinwerfen.
Ihr Fritze Merz
Wenn Arbeit wirklich reich machen würde, würde der Esel die Farm besitzen ...
Aus VWL sicht grauenhaft. Deutschland konsumiert eh schon zu wenig, deshalb hat man ja den Exportüberschuss. Wenn junge Deutsche sparen trifft das die Wirtschaft.
Das war auch mein erster Gedanke, als ich das gehört habe: „Kanzler Merz dämpft Binnennachfrage“
Das kann man doch einfach durch Mehrkonsum der älteren Deutschen durch proportionale Rentenerhöhung kompensieren!
\s
Anzeige ist raus.
*Pinocchio
ja geil alter noch weniger konsum wird unsere konsumschwäche bestimmt abwenden du lauch
"Iss und trink, was dir schmeckt, zweimal ist uns schon das Geld verreckt."
Außer Immobilienbesitz ist alles Schall und Rauch.
Ich bin auch beim Immobilienbesitz skeptisch. Wenn Zement wirklich billiger wird (wie in den letzten Monaten immer wieder gemunkelt wird) dann wird Hausbau billiger und daher auch die Immobilie.
Es sei denn du meinst Grundbesitz. Dann stimme ich dir zu.
Ich kam aus einer anderen Richtung: Grundbesitz ist der einziger nicht beliebig vermehrbare Produktionsfaktor für die Wirtschaft. Du kannst mehr Arbeitszeit, mehr Kapital, mehr Know-how etc. zur Produktionssteigerung verwenden, aber mehr Bodenfläche gibt es halt auf der Erde nicht.
Bei einer Veranstaltung in Ravensburg äußerte sich der Bundeskanzler auch zur anhaltenden Debatte über die geforderte Rentenreform in Deutschland. Er appellierte dabei an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger.
Geilo, alle wollen wissen, wie denn die Rente zukünftig gesichert werden soll, und seine Antwort ist... gar nicht?
"Und dann sag bitte niemand: Das könnten wir ja nicht. Natürlich können wir das."
Oh, hat Merz die Armut abgeschafft? Oder wird ist armsein in Zukunft einfach verboten?
Die gut 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland sollen zum 1. Juli 4,24 Prozent mehr Geld bekommen.
Für Wahlgeschenke ist aber noch Geld im Topf.
Ausbildungsjahre, Studienzeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen sollten dabei aber weiter angerechnet werden.
Was sie damit sagen wollen: wenn du krank bist, dann fick dich du Loser.
Dennoch pochte der Kanzler am Abend auf umfassende Sozialreformen noch in diesem Jahr. Dann sei die Hälfte der Legislaturperiode vorbei. Und erfahrungsgemäß seien in der zweiten Hälfte der Wahlperiode Reformen weniger wahrscheinlich, räumte Merz ein.
Ja, nach zwei Jahren hat man auch genug gearbeitet. (für eine sehr lose Definition "Arbeit" - siehe die eingangs erwähnte Weigerung, sich überhaupt um Lösungen zu bemühen)
AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH warum, warum ist der da, niemand wollte den, aber er ist da, ich kann nicht mehr
Hast du mich gerufen?
Dass man das Renteneintrittsalter nicht an einem bestimmtes Alter, sondern an die Beitragsjahre koppelt, finde ich gut.
Viele Berufe die mit 16 beginnen sind körperlich abnutzender als Berufe für die man lange studiert. Es macht also Sinn dass man dann auch früher in Rente gehen darf.
Tatsächlich sind intellektuelle Berufe wahrscheinlich am ehesten die, die man auch noch in hohem Alter machen kann. Man muss nur mal schauen, wie z.b. Politiker und Senatsmitglieder historisch gesehen fast immer 60+ waren, auch im römischen Reich. Weil hohes Alter da eben nicht schadet, sondern fördert weil man mehr Erfahrung hat und größeren Abstand vom Alltag und der eigenen emotionalen Verwicklung darin.
Ich bin da etwas skeptisch. Einerseits hat er natürlich recht, dass es schwierig ist, wenn die Leute immer älter werden, mit weniger Beitragsjahren viel, viel mehr Rentenjahren zu finanzieren. Es ist, glaube ich, logisch, dass es halt schwierig ist, wenn man dann mit Anfang 20 voll in den Beruf geht und mit 63 aussteigt, nach 43 Jahren Einzahlung dann nochmal zwanzig, dreißig Jahre in der Rente zu verbringen, ohne dass man richtige Rücklagen gebildet hat. Aber fünfzig Euro reißen es wiederum nicht raus, und die Beiträge zur gesetzlichen Rente sind auch gar nicht so knapp, nämlich bei 18,irgendwas Prozent des Bruttolohns. Das ist eine gehörige Summe Geld, die dort eingezahlt wird.
Ich bin nur hart skeptisch, was die CDU-Politik hier betrifft. Zum einen wurde ja gerade das Schonvermögen bei eventueller Arbeitslosigkeit bzw. Bürgergeld extrem gesenkt, was diese private Vorsorge direkt für die Rente entwertet. Da reicht dann eine Phase der etwas längeren Arbeitslosigkeit und die schönen in jungen Jahren gebildeten Rücklagen sind leider futsch, weil man sie verbrauchen musste. Und wir sehen auch seit Jahrzehnten, dass die Politik erzählt, dass man privat für die Rente vorsorgen sollte. Die Werkzeuge, die geschaffen werden, sind dann, wie zum Beispiel die Riester-Verträge, absoluter Müll. Es gibt bereits Millionen Leute, die mit Riester vorsorgen und das ist ein System, von denen leider keiner profitiert, außer den Versicherungsgebern.
Und dann brauchen wir auch gar nicht darüber reden, dass die harten wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre auch dazu führen, dass weniger Geld zum Sparen zur Verfügung steht. Mit hoher Inflation, Energiepreisschocks und dem eskalierenden Immobilien- und Mietenmarkt ist es auch kein Wunder, dass im Zweifelsfall die Leute nicht so viel Geld zum Sparen übrig haben. Das sähe deutlich anders aus, wenn zum Beispiel die Mieten geringer wären.
Einerseits hat er natürlich recht, dass es schwierig ist, wenn die Leute immer älter werden, mit weniger Beitragsjahren viel, viel mehr Rentenjahren zu finanzieren
Nein, ist es nicht. Guck dir die bereinigte Wirtschaftsleistung pro Kopf an. Der Deutsche erarbeitet heute 2,5 mal soviel wie noch vor ein paar Jahrzehnte. Pro Kopf... da ist also die Demographie schon mit drin.
Das ist auch nicht weiter überraschend, denn der selbe Fortschritt, der die Lebenserwartung erhöht, erhöht auch die Produktivität massiv.
Das Problem ist nicht, dass wir uns Renten, Sozial- oder Gesundheitssystem nicht mehr leisten können. Das Problem ist, dass es direkt oder indirekt am Lohn hängt. Und der stagniert, weil seit langem jede Steigerung der Produktivität nahezu unbesteuert nach oben transferirert wird.
Gut, dass das mal einer sagt!
Einerseits hat er natürlich recht, dass es schwierig ist, wenn die Leute immer älter werden, mit weniger Beitragsjahren viel, viel mehr Rentenjahren zu finanzieren.
Natürlich hat er recht. Es gibt glaube ich auch niemanden, der/die da anderer Meinung ist. Aber es wäre halt Aufgabe der Regierung (deren Chef er ist), dafür gesellschaftlich gerechte Lösungen zu entwickeln, anstatt einfach zu sagen "Kümmert euch selbst drum, ihr habt ja genug Geld".
Wenn man 50€ pro Monat über 40Jahre einzahlt und 4% reale Rendite bekommt, dann kriegt man am Ende 200€ pro Monat Rente raus. Ein Renter bekommt momentan 1405€ und eine Rentnerin 955€ pro Monat. Da helfen die 200€ schon. Wenn man also eine Art Altersdepot machen könnte, wo man Geld einzahlen kann, es aber erst wenn man 60 Jahre alt ist abheben kann, wäre das recht praktisch. Das muss dann natürlich auch Teil des Schonvermögens sein, wie es Riester schon jetzt ist.
Ich glaube, die Kernfrage hier ist, warum man das nicht auch einfach über die gesetzliche Rente abwickeln kann. Die gibt es bereits, aber die ist sicherlich nicht perfekt aufgestellt. Die Frage ist allerdings, warum man noch ein weiteres privates und freiwilliges System schaffen sollte, welches neben dieser Rente existiert. Ja, 50 Euro können etwas bringen, aber gleichzeitig zahlt jeder Arbeitnehmer mit etwas Gehalt über dem Mindestlohn mehrere hundert Euro jeden Monat in die Rentenversicherung ein. Und es bedarf definitiv eine Erklärung, warum man denn jetzt neben dieser gewaltigen Summe auch noch privat in ein anderes System einzahlen sollte, statt einfach alles sauber zu finanzieren mit realistischen Raten. Und zwar auch so, dass es für alle funktioniert. Das Gute an der Rente ist ja, dass man sie nicht umgehen kann.
Denn sonst hast du irgendwann ein System, in dem der eine Rentner eben vorgesorgt hat, 200 Euro mehr hat, der andere aber irgendwie in Armut vor sich hin vegetieren muss. Oder gar ein absolut idiotisches System, in dem die private Vorsorge am Ende des Tages bestraft wird, weil die einen durch eine gewisse Grundsicherung oder Zuschüsse für geringe Renten noch extra Zahlungen bekommen vom Staat /Steuerzahlern, während die anderen in ihrem gesamten Leben weniger konsumiert haben, gespart haben und dann nichts bekommen. Daher ist, glaube ich, ein allgemeines System fairer für alle.
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass in Deutschland jemals Vermögen besteuert werden. Das ist politisch halt viel sicherer, als die gesetzliche Rente. Die wird sowieso von der Union irgendwann abgeschafft.
Aktivrente
Viele Pensionisten fallen in ein Loch wenn sie plötzlich nichts mehr zu tun haben und den ganzen Tag zu Hause sitzen. Einen Grund zu haben, 10-20 Stunden pro Woche außer Hause zu sein tut gut.
Nur folgerichtig, dass die junge Generation dann schon Vorabpauschale (demnächst dann zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen) auf noch nicht mal angefallene Kapitalerträge zählt. Die Rentnerrepublik will schließlich auch was von meiner zukünftigen Rente haben.
Was dann sparen bei den Abgaben?
PSA an die, die tatsächlich derzeit Geld zum Sparen übrig haben: Seid vorsichtig mit praktisch allen konventionellen Möglichkeiten des "Geld sparens". Es wird die nächsten Jahre einen monetären Kollaps geben, der sich irgendwo zwischen 2008er Finanzkrise und der großen Depression der 1930er abspielen wird, vielleicht schlimmer als beides. Das ist in vielen Kreisen bekannt und meines Erachtens der Grund warum Merz euch hier auffordert "zu sparen", weil wie immer er und seine Buddies trotzdem profitieren, wenn alles den Bach runter geht.
Aktien, Fonds, ETFs, sind noch kurzfristig ok und besser als das Geld auf dem Konto liegen zu lassen, und es wird starke Anstiege bei diesen geben, wenn der Kollaps beginnt, was es so aussehen lassen wird, als "erhole sich die Wirtschaft". Aber wenn ihr zu spät aussteigt werdet ihr nichts mehr mit dem Geld anfangen können.
Hütet euch (IMHO) vor teuren Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und privater Altersvorsorge. Diese werden alle den Bach runter gehen und pleite sein. (IMHO) derzeit komplett rausgeworfenes Geld. Nur kurzfristig liquidierbar sparen.
Investiert statt dessen möglichst frühzeitig in Dinge, je handfester der Wert desto besser und entweder möglichst wertstabil oder langfristig nützlich. Immobilien (haha, leicht gesagt, muss aber nicht Haus oder Wohnung sein, z.B. ein Kleingarten u.Ä.), Edelmetall (nur wenn ihr es sicher(!) aufbewahren könnt), oder Gebrauchsgegenstände von längerem Wert: evtl. ist es Zeit für die super-haltbare Miele Waschmaschine, wenn eure alte kaputt geht, anstatt nochmal billig zu kaufen, Wärmepumpe, Balkonkraftwerk, Fahrrad (hochwertig, wartbar, idealerweise nicht elektrisch), Lastenrad (wenn ihr euch das Auto nicht mehr leisten könnt, nicht schlecht wenn das schon im Keller steht) usw.
(Ok, ja, das ist jetzt hier irgendein Typ der da im Internet glaskugelt, aber guckt euch um, das sind Ökonomen fast aller Lager die das entweder direkt oder zwischen den Zeilen durchblicken lassen. Da kommt etwas und es wird nicht gut sein für die arbeitende Normalbevölkerung)
Immobilien kauft man allerdings selten einfach so aus der Hosentasche. Was sagt deine Glaskugel dann zu Schulden aka Immokrediten?
Naja. Angenommen, da kommt eine Inflation und Geldentwertung, kannst du deinen Kredit mal eben zurückzahlen.
